Unboxing: „Elementary“ von The Monthly Fandom Collection

Ohne Buch, mit Bling-Bling! Die Oktoberbox von TMFC wartet mit Goodies zu unserem Lieblingsdetektiv Sherlock Holmes auf.

Meine erste Erinnerung an Mr Holmes ist ein Buch im Regal meines Opas, das ich nicht lesen durfte. Das fand ich sehr tragisch, und auch etwas unfair, denn ich durfte alles andere ja auch lesen. Konsaliks Herz der sechsten Armee, zum Beispiel. (Was ich damals nicht bedachte, war: Niemand hatte daran gedacht, dass sich das zehnjährige Mini!Me an den realistischen Kriegsbüchern vergreifen würde, wenn nichts anderes zur Verfügung stand. Folglich kamen die auch nicht in den gesperrten Schrank. Uhm.)

Meine zweite Erinnerung ist viel positiver als ein geheimer Lederband auf dem Index: Der Film „Der Hund von Baskerville“ (1988). Er kam an einem verregneten Sonntagnachmittag im Fernsehen. Über die Handlung vergaß ich meine Hausaufgaben, und lag mit Marshmallows und Kakao in meinem Sitzsack und fieberte mit dem genialen Detektiv und seinem getreuen Begleiter mit. HOOKED.

Schnitt auf heute Abend: Da lag auf dem Schuhschrank vor meiner Haustür die neuste Eroberung meiner jahrelangen Liebesgeschichte für Doyles Werke: Die neuste Box der Monthly Fandom Collection, eine monatliche Goodie-Box mit drei bis fünf Schmuck- und Accessoire-Items. Dieses Mal mit dem Thema SHERLOCK HOLMES. Schaut nur, wie hübsch! [Bitte hier Violinenmusik einspielen.]

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No -spending- vember!

Der arme November, wie er da so zwischen Halloween und Weihnachten klemmt. Er ist nass. Er ist neblig. Er ist windig. Er ist kalt. Er lockt nicht gerade nach draußen. Er backt keine Plätzchen. Bestimmt schmollt er viel, und hört düstere Musik.

Aber jeder hat etwas Gutes an sich, das wusste sie.

Der November zum Beispiel ist ein Künstler, ein wilder, energischer, kreativer Autor. Und wenn man ihn freundlich darum bittet, kann er auch noch ein Sparfuchs sein.

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Rezension: Sturmnacht (Harry Dresden 1)

„Der Briefträger näherte sich meiner Bürotür. Er war eine halbe Stunde zu früh dran, und es klang nicht richtig.

(…)

Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden. Nutzen Sie meinen Namen auf eigenes Risiko für Beschwörungen. Wenn es seltsam wird, wenn Sie es nachts mit der Angst zu tun bekommen, dann schalten Sie das Licht ein, und wenn Ihnen sonst niemand mehr helfen kann, rufen Sie mich an. Ich stehe im Telefonbuch.“


Klappentext

„Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer Realität zu sehen, lebt gefährlich!

Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte ein Blitz zugeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutdurstigen Dämonen …“

 (Sturmnacht, Die Dunklen Fälle des Harry Dresden 1, von Jim Butcher)


Idee und Umsetzung

Wenn meine Bücher meine Freunde sind, ist Harry Dresden der Austauschstudent, von dem sie mir lange, lange Zeit nichts erzählt haben. „Der kommt aus dem Urban Fantasy-Land“, dachten sie sich. „Annie mag doch gar kein Urban Fantasy.“ Wie jede gute Geschichte hat auch diese einen Plot Twist: OHH DOCH. DOCH. ICH MAG URBAN FANTASY. Danke, Mr Dresden.

 

Harry Blackfield Copperstone Dresden ist ein Magier. Mind you, kein Magier, den man zu einem Kindergeburtstag einladen würde, oh nein! Ein richtiger, Drudenfuß-tragender, Beschwörungen-aussprechender, Pizza-für-Elfen-bestellender, Polizisten-ärgernder, Zaubertrank-brauender, mit-Magie-um-sich-werfender Zauberer. Er hat auch einen Stab, Amulette, einen Kater, einen Geist UND ein gerade so funktionierendes Auto.

Harry Dresden arbeitet in Chicago, kommt als freischaffender Magier gerade so über die Runden und kann sich gerade so etwas anderes als Billignudeln leisten, wenn ihn die Polizei zu einem Fall hinzuzieht. „Die Polizei“ ist in diesem Fall Lieutnant Karrin Murphy, die winzige, aber extrem kämpferische Leiterin einer Spezialeinheit.

 

In seinem ersten Fall, Sturmnacht, kümmert sich Dresden um zwei Fälle: Zum einen untersucht er das Verschwinden eines Ehemanns, zum anderen hilft er Murphy bei den Ermittlungen in einem besonders blutigen Mord. So spoilerfrei wie möglich sind hier einige Dinge, die Dresden im Rahmen seiner Ermittlungen so tut:

  • in Eile sein
  • übermüdet sein
  • bewusstlos sein
  • sich vor seinem Love Interest blamieren
  • einen Liebestrank brauen
  • verdächtigt werden (in allem, und von eigentlich allen)
  • sich mit der Polizei, den Drogendealern, der Mafia und seinem Bewährungshelfer anlegen (bei näherer Betrachtung eigentlich auch mit allem)
  • kämpfen
  • noch mehr kämpfen
  • kämpfen, aber nackt

 

Ehrlich gesagt … nach der Sache mit dem „nackt kämpfen“ gibt es nichts, was man noch hinzufügen könnte *hust* Wie ihr seht, ist der gute Harry ein steter Quell der Freude für sich und seine Umgebung.


(yay ->) Lieblinge und Langweiler (<- nay)

Urban Fantasy ist so ein ganz eigenes Genre. Ich wusste bisher nicht, wie gut es sein kann – mit städtischen Settings, die man wunderbar durchschauen kann, gepaart mit Mystik und Fantasie und magischen Wesen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie spannend eine Verfolgungsjagd in einem Taxi durch das nächtliche Chicago sein kann, wie aufregend ein magisches Duell unter flackernden Straßenlaternen, und was man für interessante Dinge in einem Keller tun kann, in dem es keinen Strom gibt. Für die Szenen in Dresdens Büro spielte in meinem Kopf eine passende Film-Noir-Musik. In der Stadt konnte ich den Regen und die Abgase riechen, genauso wie die das Blut am Tatort und das Essen im McNallys.

Auch sonst riss mich Dresdens Fall mit. Ich schrie den Bewährungshelfer an, gruselte mich vor dem Täter und lachte so laut, als Dresden mal wieder bei der Mafia reinschneite, dass ich meine Katze im Nebenzimmer erschreckte.

Und Dresden? Hab ich lieb! Nicht wie einen Book Boyfriend, mehr wie einen Book Brother. Ich fühlte mit ihm, fieberte mit ihm, und wollte ihm einen Kakao und eine Decke bringen. Mehrfach. (Der arme Kerl, auch Freiberufler brauchen Wochenende!) Dazu hat er noch einen ganzen Haufen toller Freunde, eine Katze und einen Totenschädel im Keller. Was will man mehr?


Fazit

Zum Glück für mein begeistertes Leserherz ist „Sturmnacht“ der erste Roman in einer ganzen Reihe von Büchern, und soweit, wie ich das bisher durchschaut habe, war der „omg how dare you little sh*t“-Täter gerade mal der 1st Level Boss Gegner für meinen neuen Lieblings-Magier/-Ermittler. Dämonen! Erzengel! Wesen aus den tiefsten Untiefen der anderen Seite! Check, check und check!

Kritikpunkte habe ich nur zwei:

1) In der deutschen Übersetzung gegen ein paar Wortspiele, Formulierungen und ein wenig des Flairs verloren. Ich wollte etwas einfaches (im Nachhinein lache ich gerade herzlich über meine Auswahl), bei dem ich nicht im Kopf übersetzen muss, weshalb ich nicht umsteigen werde. Aber wer kann, sollte es wahrscheinlich auf Englisch ausprobieren.

2) Wieso, um der Liebe aller Heiligen, der Sterne, sämtlicher Entitäten und Dresdens 15-Kilo-Kater, gibt es in Deutschland keinen Urban Fantasy-Harry Dresden-Hype?? Ich brauche Merchandise. Ich brauche ein Fandom. Bitte lest es, und redet mit mir. *vergräbt sich bis dahin in den 15 Nachfolgebänden* Aaaah.

 

xoxo Annie

Unboxing: „Märchen der 3. Art“ von Lesekatzen

Die Sonderbox von Lesekatzen verfrachtet diesmal Märchen in die Zukunft!

Zu Schulzeiten (damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren …) hatte ich eine Freundin, die keine Märchen kannte. Ihre Eltern hatten ihr nie welche vorgelesen, wegen „moralischer Dissonanzen“ und so. Wir anderen Mädels fanden das so traurig, dass wir unsere Märchenbücher in die Schule schleppten und in der Großen Pause gemeinsam lasen. Moralisch dissonant. Wir Rebellen, wir. (Und dann gab es da noch dieses polnische Märchen in einem uralten Buch, in dem ein Ritter einen Riesen um die Hand seiner schönen Tochter bat. Der Riese hackte die Hand seiner Tochter ab, warf sie dem Ritter zu und war so, „da, bitte!“ Ach ja. Kindheit.) Jedenfalls liebe ich Märchen, diese kleinen Pakete voll Fantasie, Mystik und (mehr oder weniger subtil) verpackter Moral.

Ich liebe auch Sci-Fi, was ja auch irgendwie Märchen sind – mit nicht weniger Moral, Mystik und Fantasie, aber schicken Maschinen und einem Ausblick in eine mögliche Zukunft. Am Liebsten mag ich die Art von Geschichten, die der Zukunft noch einen Funken Optimismus lassen. Wenn es euch auch so geht, bitte, bitte sucht nach den Hashtags #humansarespaceorcs oder #spaceaustralia. Ich muss mit jemandem über Stabby The Roomba fangirlen. Bitte dankeschön.

Long story short: Märchen plus Sci-Fi MUSS ja gut sein. Folglich sprang mich die Lesekatzen-Sonderbox richtiggehend an. Märchen der 3. Art? Count me in! Und ich wurde nicht enttäuscht: Jetzt habe ich ein Buch, das ich sonst bestimmt gar nicht gefunden hätte, und dazu noch … ach, seht selbst!

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Unboxing: „Villainous“ von FairyLoot

Im Oktober 2017 gewinnen bei FairyLoot die Bösen!

Was fiktionale Charaktere angeht, bin ich furchtbar darin, die Bösen zu erkennen. Ich meine nicht Your Local Bad Boy (TM). Ich meine die wirklichen Villains. Als Kind weinte ich bei Die Schöne und das Biest, als Gaston starb. Bei Pride And Prejudice And Zombies wäre ich ja so was von die dumme Pute gewesen, die mit Wickham mitgeht. Und von Prinz Hans aus Frozen will ich erst gar nicht anfangen *swoon* Uhm.

Jedenfalls: Nachdem ich lange gezögert hatte, die FairyLoot zu bestellen (das Porto, ihr wisst schon!), konnte ich mich bei dem Villain-Thema der Oktoberbox nicht mehr zurückhalten. Und oh boi das war die richtige Entscheidung!

SCHAUT DOCH NUR!!

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Die Bücherei ist eröffnet!

 

„Ich brauche keinen Blog“, sagte sie. „Ich bin gut darin, meine Gedanken bei mir zu behalten!“

„Das entspricht nicht ganz der Wahrheit“, flüsterten die Bücher.


Herzlich Willkommen in meiner Bibliothek! Schön, dass ihr hergefunden habt. Ich bin Annie, und irgendwo zwischen meinem Vollzeitjob, Kochen, Schreiben, Videospielen, La Familia und meinen Katzen, liebe ich es, zu lesen.

Wie es so schön heißt, „Bücher fressen und nicht käuen, macht ungesund“, möchte ich hier festhalten, wenn ein Werk von meiner Leseliste herunter und in mein Herz purzelt … oder so furchtbar ist, dass ich darüber lästern muss. (Irgendwie scheint es nichts dazwischen zu geben.)

Also, nehmt euch einen Tee und eine Flauschedecke, und lasst uns über Literatur reden!

xoxo Annie